Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

 

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

 

 

WO ENTSTEHT DER SCHMERZ

 

Obwohl jedermann Schmerzen kennt, bleibt Schmerz letztendlich ein subjektives und inneres Erleben.

 

Im kommunikativen Austausch kann man etwas darüber erfahren, Schmerzenslaute kann man hören, schmerzverzerrte Gesichter oder Verletzungen sehen, empfinden kann man den Schmerz der anderen jedoch nicht.

 

Ein Bild bleibt für alle Betrachter das gleiche Bild. Ein Schmerz ist jedoch in keiner Galerie und keinem Museum zu finden.

 

Schmerz ist keine herkömmliche Sinnesempfindung. Ebenso gibt es kein klassisches Sinnesorgan für Schmerz. Ein Sinnesorgan leitet lediglich Reize solange weiter, wie diese auf es einwirken. Trifft Licht auf das Auge, wird es wahrgenommen und die Information an das Gehirn weitergeleitet. Ist der Kontakt zur Lichtquelle beendet, gibt es keine Lichtinformation mehr.

 

Bei Schmerzen ist das völlig anders. Obwohl ein Schmerzreiz längst vorbei sein kann, spürt man den Schmerz noch. Klemmt man sich den Finger ein, wird man tagelang unangenehm an dieses Ereignis erinnert.

 

Schmerz wird also nicht primär von außen zugefügt, sondern entsteht im Innern des Körpers.

 

 

SINN DES SCHMERZES

 

Schmerzen werden im Allgmeinen als Schutz- und Warnfunktion des Körpers vor Schaden betrachtet. Ein echter Schaden geht auf Kosten der Lebenserwartung, an Schmerzen ist jedoch noch keiner gestorben. Migräne, Hexenschuss und vieles mehr sind äußerst unangenehm, jedoch ungefährlich. Eine Lungenentzündung kann lebensbedrohlich und gleichzeitig völlig schmerzlos verlaufen.

 

Die Lebenserwartung der Bevölkerung steigt- die der Schmerzpatienten auch.

 

Welchen Sinn hat Schmerz dann? Wo liegt der Zweck, wenn er Minuten, Stunden, Tage oder gar Wochen nach dem Verletzungsereignis noch vorhanden ist, obwohl die Verletzung selbst längst ausgeheilt ist oder sogar gar keine Verletzung bewusst vorausgegangen ist?

 

Die Antwort darauf ist, dass Schmerz nicht nur vor Außeneinflüssen, wie beispielsweise einem Nadelstich, sondern auch vor Eigenaktivität schützen soll.

 

Prinzipiell lassen sich zwei verschiedene Arten von Schmerz unterscheiden, deren Zweck und Zeitdauer unterschiedlich sind. Es ist wichtig, diese zu erkennen und zu unterscheiden.

 

 Es gibt exogene, akute Schmerzen. Sie entstehen durch Außeneinflüsse wie Körperverletzungen und entsprechen einer Gefahrensituation. Der Schmerz wird dort empfunden, wo der Angriff auf den Körper stattfindet und dauert solange, wie die Fremdeinwirkung anhält. Ist diese vorüber, hört der Schmerz auf. In manchen Fällen wandert er Verletzungsstelle weg und wird chronisch.

 

Die zweite Form des Schmerzes sind die endogenen, chronischen Schmerzen. Diese stehen in keinem Kausalzusammenhang zu einer Verletzung. Umgebungsreize können den Schmerz modifizieren, gegebenenfalls auslösen, jedoch nicht ursächlich produzieren.

 

Chronische Schmerzen verunsichern und machen Angst. Der Patient versteht nicht, woher sie kommen und kann sie dadurch weder einordnen noch in ihrer Bedrohlichkeit einschätzen.

 

Woher chronische Schmerzen kommen und wie man sie behandeln kann, damit beschäftigt sich die Biokinematik.

 

 

SCHMERZ ALS KRANKHEIT DER BEWEGUNG

 

Die chronischen Schmerzen, unter denen tausende Patienten leiden werden also vom eigenen Körper produziert. Sie sollen den Körper vor sich selbst- vor seiner Eigenaktivität- schützen.

 

Doch was heißt das konkret?

 

Wer unter chronischen Schmerzen leidet, hat eines gelernt: Ruhigstellung hilft.

 

Sei es der Migräne-Patient, der im abgedunkelten Raum im Bett liegt; der Rückenschmerz-Patient, der sich am liebsten das Atmen verkneifen würde oder der Knieschmerz-Patient, der körperliche Belastungen aller Art meidet. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Ihr Schmerz kann durch Bewegung verstärkt, bzw. durch Immobilisierung abgeschwächt werden.

 

In wenigen Ausnahmen werden Schmerzen sogar durch Ruhigstellung verstärkt, die Parallele jedoch bleibt- chronischer Schmerz ist von Bewegung abhängig.

 

Daraus folgt: Nicht der Körper (der Nerv, der Knochen oder das Gelenk) tut weh, sondern die Bewegung.

 

Nicht der Schaden an sich führt zur Schmerzwahrnehmung sondern die Bewegung bei vorhandener Schädigung führt zum Schmerz.

 

Es stellt sich also die Frage: Was ist bei gegebenem Schaden im Körper so verändert worden, dass dabei Schmerzen herauskommen?

 

Welche Schäden führen zu Schmerz und welche nicht?

 

Um chronische Schmerzen richtig einordnen, verstehen und therapieren zu können, muss man sich mit der Theorie der Bewegung vertraut machen. Experten nennen dieses Gebiet Kinematik.

 

 

GRUNDLAGE DER BIOKINEMATIK

 

Die Erkenntnis, dass Schmerz das Resultat kranker Bewegung ist, führt gleich zur nächsten Frage: Was ist Bewegung?

 

Der Mathematiker Ludwig Burmester hat sich bereits 1888 damit beschäftigt und die Theorie der „Kinematik“ entwickelt. (Ludwig Burmester, Lehrbuch der Kinematik. Bd. 1, die ebene Bewegung)

 

Hierbei handelt es sich um einen „Teil der Mechanik, in dem allein die Bewegung der Körper ohne Rücksicht auf die sie verursachenden Kräfte untersucht wird“. (aus: Brockhaus Enzyklopädie, zehnter Band, 17. Auflage)

 

Das allein reicht freilich nicht aus um die im lebendigen Körper entstehende Bewegung zu beschreiben. Die technische Mechanik kann nicht ohne Weiteres auf die biologische Mechanik übertragen werden kann.

 

Auf Grundlage dieser Theorie wurde daher im nächsten logischen Schritt die „Biokinematik“ entwickelt. Die Biokinematik berücksichtigt sowohl die Gesetze der Mathematik als auch die Gesetze der Biologie und beschreibt so wie Bewegung im lebendigen Körper funktioniert.

 

Mit diesem Wissen können chronische Schmerzen die durch eine veränderte Bewegung entstanden sind verstanden und therapiert werden

 

Walter Packi

Facharzt für Allgemeinmedizin

 

 

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