Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

 

 

Über Betten

 

Wie man sich bettet, so schläft man ein. Man kann das Einschlafen bestimmen, jedoch nicht das Durchschlafen. Wenn man eingeschlafen ist, dann ist man bewußtlos. Im bewußtlosen Zustand muß der Körper mit dem Bett alleine fertig werden. Das Bett muß hierzu geeignet sein, damit man morgens ausgeruht aufwacht.

 

Deformationsstabilität statt hart oder weich.

Wer seinen Körper zum Schlafen gebettet hat, erwartet, daß der Körper so liegen bleibt, wie er gebettet wurde. Wenn der Körper auf einer Unterlage liegt, welche unter dem Gewicht zunehmend nachgibt, dann bleibt der Körper nicht so liegen, wie er gebettet wurde. Wenn die Unterlage unter dem Gewicht deformiert, kommt der Körper nicht zur Ruhe. Durch die ständig nachgebende Unterlage bewegt der Körper bis zu einem Punkt, wo er nicht mehr liegen kann. Er muß eine neue Lage suchen, dies nun aber in Bewußtlosigkeit, da er inzwischen eingeschlafen ist. Der Schlaf wird gestört. Dabei ist Schaumgummi am schlimmsten, denn Schaumgummi gibt fortwährend nach.

 

Am besten Sand

Wenn man aus Sand eine Form herstellt, dann bleibt diese bestehen. Wenn man sich in Sand bettet, dann bleibt man, im Gegensatz zu Schaumgummi, so liegen, wie man sich gebettet hat. Zwischen Sand und Schaumgummi bewegt sich die Bettenrealität. Maßgeblich ist also nicht die Frage ob weich oder hart, sondern deformationsstabil oder nicht.

 

Wozu muß ein Bett gefedert sein?

Schlafen sie auf einer LKW-Pritsche? Wackelt bei Ihnen der Boden, wenn sie schlafen wollen? Die Federung in einem Bett, ob mit Holz oder Stahl, dient nur einem, dem Hersteller. Für den Schläfer bedeutet die Federung, daß er auf einer unstabilen Unterlage ruhen soll. Am schlimmsten sind die Lattenroste. Die Latten sind am Rand befestigt. Hier ist die Federung geringer als in der Mitte der Latte. Die Werbung zeigt die Lattenroste stets von der Seite, nie vom Fußende. Vom Fußende her könnte man sehen, daß der Lattenrost in Wirklichkeit eine Hängematte ist, mit der Längskuhle in der Mitte. Daran ändert sich auch nichts, wenn die Latte mit Latex verbunden und zusätzlich noch an einer anderen Stelle gestützt wird.

Will man sich im Schlafe umdrehen oder bewegen, dann braucht man ein Widerlager zur Abstützung. Ein gefedertes Bett gibt nach und ist ein schlechtes Widerlager. Der Körper findet keine Stütze und das im bewußtlosen Zustand.

 

Im Schlaf braucht der Körper Ruhe.

Eine Unterlage, welche unter dem Gewicht deformiert, hält den Körper in permanenter Bewegung. Dies stört den Schlaf. Statt ausgeruht, ist man nächsten Morgen gerädert.

Auch eine Feder hat Kraft.

Wenn man einschläft, erschlafft der Muskelapparat. Dies geschieht langsam im Verlauf von Minuten, wie der Einschlafvorgang eben einige Minuten dauert. Die anfängliche Spannung in der Muskulatur drückt z.B. das Kissen zusammen. Federspannung wird aufgebaut. Wenn die Halsmuskulatur erschlafft, wird diese Federspannung wieder frei und drückt den Kopf wieder zurück. Inzwischen ist man jedoch eingeschlafen und merkt davon nichts. Es spielt auch keine Rolle, wenn der Hals beweglich genug ist, die Bewegung mitzumachen. Hat er die nötige Beweglichkeit nicht, dann wird er gedehnt, bis einer reflektorische Gegenspannung eintritt. Man ist verspannt. Je besser eine Matratze oder ein Kopfkissen gefedert, desto besser die Verspannung am nächsten Morgen!

 

Kalt oder warm - das Bett muß gleichmäßig temperiert sein.

Man hat dann das Gefühl zu frieren, wenn die Körperoberfläche unterschiedlichen Temperaturreizen ausgesetzt ist, wenn die linke Seite anders temperiert ist, als die rechte. Die absolute Temperatur, ist nachgeordnet. Man kennt dies vom Auto. Hier kann die Luft eine Temperatur von 30° haben, wegen der kalten Metallteile friert man jedoch.

Im Schlaf benötigt man einen thermisch geschlossenen Raum. Unterlage und Decke müssen aus gleichartigem Material hergestellt sein, was das Temperaturverhalten angeht. Zugluft läßt einen frieren, auch wenn es warm ist. Wenn man auf dem Boden liegt friert man häufig, da die Decke mit dem Boden selten einen Abschluß bilden kann. Es bleiben zu viele Luftlöcher übrig.

 

Der Körper schwitzt- wohin mit der Feuchtigkeit?

Auch im Schlaf schwitzt man. Eine unmerkliche Transpiration findet immer statt. Feuchtigkeit verdunstet. Verdunstung hinterläßt Kälte. Will man nicht frieren, muß das Bett nachts soviel Feuchtigkeit aufnehmen können, daß nach außen keine Verdunstung zustande kommt.

Feuchtigkeitsundurchlässige Materialien sind jedoch nicht geeignet, da der Körper dann naß wird. Man schläft besser in trockenem Zustand. Bett und Bettdecke müssen saugfähig sein.

 

Tatami und Futon - bieten alles was man braucht

Alle obengenannten Voraussetzungen für ein entspanntes Schlafen bietet die Schlaftechnik, wie sie heute noch in Japan üblich ist. Die Schlafunterlage, das Tatami, das was hierzulande als Bett bezeichnet wird, ist eine handbreite bretthart versteppte Reisstrohplatte. Diese hält warm, nimmt Feuchtigkeit auf und ist stabil. Auf das Tatami wird der Futon gelegt, das was der Matratze entspricht. Das Futon ist versteppte Baumwolle. Diese federt nicht, ist trotzdem weich und hält warm. Moderne Futons werden allerdings ebenfalls mit Latex, Roßhaar, Kokosfasern und Ähnlichem versetzt. Roßhaar und Kokosfasern sind kleine Spiralfedern. Latex ist Gummi. Damit geht der Vorteil der reinen Baumwolle wieder verloren. Die Deformationsstabilität wird durch diese Beimengungen schlechter und gleichzeitig wird alles teurer.

 

Die Wirbelsäule braucht keine Stütze.

Die Werbung suggeriert regelmäßig, daß die Wirbelsäule wie eine Säule gerade im Bett liegen sollte. Die Wirbelsäule ist jedoch keine Säule, sondern eine Art Gliederkette, welche das Bewegen ermöglichen soll. Dieser Gliederkette ist es egal, ob sie optisch gerade oder optisch verdreht im Bett liegt. Die Frage, ob gerade oder irgendwie anders, ist gänzlich unerheblich, da die Wirbelsäule sich jeder beliebigen Lage gleichermaßen anschmiegen kann.

 

Die Nackenrolle - der steife Hals über Nacht

Nackenrollen, Hufeisenkissen u.ä. im Halsbereich wirken auf die HWS wie eine Schienung. Der Hals kann im Schlaf nicht bewegen. Der Körper bewegt im Schlaf jedoch fortwährend. Etwa jede 1/2 Stunde wechselt man im Schlaf die Lage. Mit einer Schienung um den Hals kann dieser den Lagewechsel nicht mehr mitvollziehen. Der Hals wird in eine Zwangslage gebracht. Mit das Schlimmste was man seiner HWS antun kann, ist die Schienung im bewußtlosen Zustand, - im Schlaf.

 

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

 

 

 

 

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