Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

 

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

DER KREUZSCHMERZ

 

Der Mensch ist ein Wesen, welches bewegt. Deswegen sind auf den menschlichen Körper die Bewegungsgesetze anzuwenden (Kinematik) und nicht die Gesetze unbewegter Körper (Statik). Die Kenntnis der mathematischen bewegungsgeometrischen Gesetze (Kinematik) und deren Anwendung auf die Eigenheiten des menschlichen Körpers ermöglichen eine funktionsbezogene Beurteilung von Beschwerden und Veränderungen des Körpers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Zuordnung von Kreuzschmerzen und Lähmungen in den Beinen ebenso wie Nackenschmerzen und Lähmungen in den Händen auf einen Bandscheibenschaden (in der LWS bzw. in der HWS) entspricht der bestehenden schulmedizinischen Auffassung. Diese ist jedoch rein statisch und organbezogen orientiert und führt zu unzureichenden Therapiemaßnahmen, da die funktionellen kinematischen Zusammenhänge außer Betracht bleiben. Nach schulmedizinischen Therapievorstellungen muß die Bandscheibe letztlich chirurgisch entfernt werden bzw. durch eine Prothese ersetzt werden. Damit wird der Patient eher noch zusätzlich geschädigt, während die tatsächliche Ursache der Beschwerden so nicht behoben werden kann.

 

Die Medizin nach biokinematischen Kriterien ermöglicht die Beantwortung der Frage, wieso es überhaupt zu einem Bandscheibenschaden sowie zu Schmerzen und Lähmungen kommen kann. Außerdem ergeben sich Wege der Therapie, die zu einer endgültigen Ausheilung führen.

 

Die Bandscheibe ist im lebendigen Zustand weder Scheibe noch Band. Sie wird dies erst nach entsprechender Zeit im Formalinbad. Sie ist eine inhomogene halbfeste Struktur. Außerdem ist sie wesentlich schmäler, als dies auf Röntgenbildern aussieht.

 

Eine Bandscheibe verlagert sich nicht von alleine. Die Bewegungen der Bandscheibe sind an die Bewegungen der benachbarten Wirbelkörper gekoppelt. Wenn die Bandscheibe irgendwohin ausweicht, dann erfolgt dies im Zusammenhang mit entsprechenden Wirbelbewegungen. Die Wirbel bewegen ebenfalls nicht von alleine. Wirbel sind Calciumphosphat-Apatitkristalle – also Steine. Ein Stein bewegt nicht von alleine. Das, was die Knochen bewegt, sind die Muskeln im Körper. Wenn ein Knochen nicht bewegen kann, dann ist es ein Muskel, welcher nicht mehr imstande ist, diesen Knochen zu bewegen.

 

An der Bandscheibe befinden sich keine Muskeln. Dafür gehen von den benachbarten Wirbelknochen um so mehr Muskeln aus. Wenn eine Bandscheibe, eingeklemmt zwischen zwei Wirbelknochen, nicht mehr bewegen kann, dann stellt sich die Frage, welche der Wirbelsäulenmuskeln derart inaktiv geworden ist, daß es zu der Bandscheibenverlagerung gekommen ist. Wenn dies bekannt ist, dann ist damit auch die Frage beantwortet, wieso der Bandscheibenvorfall entstanden ist und wie dies therapiert werden kann.

 

Konkret handelt es sich bei den Ursachen für den Bandscheibenschaden ebenso wie den Schmerzen und Lähmungserscheinungen um geometrische (nicht kraftabhängige) Fehlfunktionen der vorderen wirbelsäulennahen Muskulatur ( z.B. Musculus psoas im Beckenbereich). Diese Muskulatur führt die Relativbewegungen zwischen dem Bein und der unteren Wirbelsäule durch. Ohne diese Muskulatur ist eine Bewegungsübertragung von der Wirbelsäule zum Bein und retour nicht möglich. Sie ist bei der heutigen vornehmlich sitzenden Tätigkeit der modernen Menschen regelmäßig verkürzt und in schlechtem Arbeitszustand.

 

Bei einer verkürzten vorderen Wirbelsäulenmuskulatur werden die dazwischenliegenden Bandscheiben wegen des permanent (auch im Schlaf) wirkenden Muskelzuges nach hinten in Richtung Rückenmark verdrängt und verlagert. Kommt zu der Verkürzung noch eine Asymmetrie der Binnenstruktur des Muskels hinzu, dann entstehen zusätzlich Schmerzen und ggf. Lähmungen. Die Ursache von Schmerzen und Lähmungen sind im funktionsgestörten Muskel zu suchen und nicht in den Bandscheiben, Nerven, Wirbelgelenken o.ä. Das gleiche gilt sinngemäß für die Bandscheibenvorfälle der Halswirbelsäule.

 

Bei der chirurgischen Therapie wird die Bandscheibe entfernt. Bei der kinematischen Therapie wird die verursachende Muskulatur in ihrer Funktion korrigiert. Damit verschwinden Schmerz und ggf. Lähmung von alleine. Die Funktion der Wirbelsäule bleibt erhalten, die naturgemäß nach einer Bandscheibenentfernung lebenslang eingeschränkt wäre.

 

Die praktische Durchführung der Therapie erfolgt unter Ausnutzung der regulativen Prozesse der Muskulatur.

 

Ein Muskel wird nicht durch den Therapeuten aufgebaut. Diese Arbeit kann ausschließlich der Körper selbst verrichten. Der Therapeut kann die dazu nötigen Reize im Körper des Patienten setzen, damit daraufhin der Körper entsprechende Veränderungen reaktiv vornimmt. Ein Mensch wird dann zum Patienten, wenn in irgendwelchen Muskelarealen die geometrische Fehlfunktion so groß geworden ist, daß eine Eigenkontrolle nicht mehr möglich ist. In solch einem Zustand bedarf er der Hilfe von außen.

 

Die statische Betrachtungsweise der Bandscheibe mit den zugeordneten Schäden und Beschwerden (Schmerz, Verschleiß, Nerveneinklemmung etc.) haben sich in der allgemeinen Vorstellung breit eingebürgert. Dies führt leicht zu einer allgemein angstbeladenen Grundhaltung, welche vor eigenen z.B. sportlichen Maßnahmen zurückschrecken läßt („Bewegen, aber nur bis zur Schmerzgrenze“). Dies ist eine Falle, aus der ein Betroffener schwer herausfindet. Ein Umdenken ist hier sowohl auf intellektueller Ebene wie auch in der Bewertung der eigenen Körperempfindung notwendig.

 

Die bei uns durchgeführte Therapie berücksichtigt die verschiedenen Ebenen des Schmerzgeschehens indem die Patienten nicht nur passiv therapiert werden, sondern vom ersten Moment an gedanklich und körperlich, theoretisch und praktisch in die Therapie aktiv einbezogen werden. Der Patient wird sozusagen zum Therapeuten in eigener Sache ausgebildet.

 

Walter Packi

Facharzt für Allgemeinmedizin

 

 

 

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