Die Logik der Schmerzen Institut für BioKinematik

Bio-Kinematik-Institut

Walter Packi

Arzt für Allgemeinmedizin

Begründer der Medizin nach der Biokinematik

 

 

Information für Entscheidungsträger

 

über die

Medizin nach den Gesetzen der Biokinematik des Menschen

 

Entscheidungsträger bei Versicherungen und Behörden tun sich schwer, wenn sie mit neuen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren konfrontiert werden. Entscheidungsmittel der Wahl ist zunächst der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) und dann der Bundesausschuß für Leistungen (BAL). Damit hat man die Entscheidung vertagt und das Verfahren ist trotzdem eröffnet. Für den Patienten ist dies jedoch keine Lösung, da für ihn das Problem aktuell besteht. Der BAL benötigt im Durchschnitt 25 Jahre für eine Entscheidungsfindung, der MdK entscheidet, wie die Praxis zeigt, im Rahmen desjenigen Horizontes, der ihm bereits bekannt ist.

 

Dem ausführenden Arzt bleibt keine Wahl. Wenn er sich seiner Berufethik verplichtet fühlt, kann er ausschließlich das tun, was er nach seinem Gewissen für richtig erachtet, trotz MDK und Versicherungsjuristen.

 

Ärztlichen Leistungen müssen nach dem Berufsgesetz in Rechnung gestellt werden. Die Krankenversicherungen, die diese Leistungen dem Patienten erstatten sollen, unterliegen Gesetzen, die mit dem ärztlichen Berufsrecht nichts oder wenig gemein haben (private Aktiengesellschaften, oder gesetzliche Sozialversicherungen). Insgesamt gibt es in Deutschland ca. 800 Versicherungen, mit denen sich der einzelne Arzt potentiell auseinanderzusetzen hat. Die auf jeden Fall monetär orientierten Standpunkte der Versicherungen kollidieren mit den Standpunkten des Arztes.

 

Der Arzt ist der Menschlichkeit verpflichtet, die Versicherung ist der Betriebswirtschaft verpflichtet. Welche Position höherwertig einzuschätzen ist, wird gelegentlich klar, wenn ein Versicherungsmitarbeiter selbst einmal zum Patienten wird und die Problematik am eigenen Leibe erfährt.

 

In der Realität wird oft genug statt des (Arzt)-Rechtes das Recht des Stärkeren (der Vesicherungen) durchgesetzt. So etwas wie ein Patientenrecht wird erst gar nicht diskutiert. Deswegen zur Erinnerung und Orientierung einige für die Entscheidungsfindung wichtige Positionen.

 

Berufsordnung für die deutschen Ärzte (in der Fassung der Beschlüsse des 98. Deutschen Ärztetages in Stuttgart) Gelöbnis.

 

Für jeden Arzt gilt folgendes Gelöbnis: „Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen...

Ich werde jedem Menschenleben von der Empfängnis an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden..."

 

 

§1 Berufsausübung

 

(1) Der Arzt dient der Gesundheit des einzelnen Menschen und des gesamten Volkes. ... Er ist seiner Natur nach ein freier Beruf. Der ärztliche Beruf verlangt, daß der Arzt seine Aufgabe nach seinem Gewissen und nach den Geboten der ärztlichen Sitte erfüllt.

 

(2) Aufgabe des Arztes ist es, das Leben zu erhalten, die Gesundheit zu schützen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und an der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen im Hinblick auf ihre Bedeutung für die Gesundheit der Menschen mitzuwirken. Der Arzt übt seinen Beruf nach den Geboten der Menschlichkeit aus. Er darf keine Grundsätze anerkennen und keine Vorschriften oder Anweisungen beachten, die mit seiner Aufgabe nicht vereinbar sind oder deren Befolgung er nicht verantworten kann.

 

(9) Der Arzt ist in der Ausübung seines Berufes frei. Er kann die ärztliche Behandlung ablehnen, insbesondere dann, wenn er der Überzeugung ist, daß das notwendige Vertrauensverhältnis zwischen ihm und dem Patienten nicht besteht. Seine Verpflichtung, in Notfällen zu helfen, bleibt hiervon unberührt.

 

 

§18 Ärztliches Honorar

 

(1) Die Honorarforderung des Arztes muß angemessen sein. Für die Berechnung ist die Gebührenordnung die Grundlage. Der Arzt hat dabei die besonderen Umstände des einzelnen Falles, insbesondere die Schwierigkeit der Leistung, den Zeitaufwand nach billigem Ermessen zu berücksichtigen. Hierbei darf er die üblichen Sätze nicht in unlauterer Weise unterschreiten...

 

 

§10 Fortbildung

 

(1) Der Arzt, der seinen Beruf ausübt, ist verpflichtet, sich beruflich fortzubilden...

 

Als ehemals hausärztlich tätiger praktischer (Kassen-)Arzt habe ich nicht nur die Segnungen der modernen Medizin an meinen Patienten anwenden dürfen, sondern ich mußte auch deren Unzulänglichkeiten praktizieren. Der Pflicht zur permanenten Fortbildung gehorchend habe ich also Kenntnisse gesammelt, Fähigkeiten erworben und Rückschlüsse gezogen, die es heute für geboten erscheinen lassen, einiges in der Medizin grundsätzlich neu zu betrachten. An der Spitze des Eisberges dessen, was hinterfragt werden muß. steht die Schmerztheorie und die theoretische Grundlage der real existierenden Orthopädie.

 

Wissenschaftliche Grundlage ist die Einführung der Gesetze der Kinematik und Kybernetik in die Betrachtungsweise des Arztes und die Anwendung auf den biologischen Apparat des Menschen (Biokinematik und Biokybernetik).

 

• Bei der Medizin nach den Gesetzen der Biokinematik des Menschen handelt sich um keine Alternativmedizin in dem Sinne, daß verschiedene Grundauffassungen einander unvereinbar gegenüber stehen wie etwa Allopathie und Homöopathie.

 

• Grundlage dieser Medizin sind die Gesetze der Kinematik, der Physiologie, sowie der Kybernetik. Kinematik ist die Mathematik der bewegten Körper, einer Mathematik, die eine Geschichte von ca. 150 Jahren hat. Kybernetik ist die Wissenschaft der logischen Steuerung und Regelung, ebenfalls ca. 150 Jahre alt. Physiologie ist die Wissenschaft um die Funktionen der verschiedenen Organe des Körpers. Grundlage dieser Medizin sind also harte Naturwissenschaften.

 

• Die Behandlungsweise ist eine Neuentwicklung soweit dieses Wort nach 17 Jahren noch zulässig ist. In Freiburg arbeite ich seit 1989 ausschließlich nach den Kriterien dieser Medizin. Seither kennen sowohl Ärztekammer wie auch die Kassen (private wie gesetzliche) diese Art der Medizin.

 

• Diese Medizin hat sich aus der bestehenden Schulmedizin entwickelt. Sie eröffnet Behandlungsmöglichkeiten, wo die Schulmedizin diese nicht bieten kann. Insofern bietet diese Medizin den Patienten ebenso wie den Kassen eine echte Alternative im Sinne der Weiterentwicklung. Da, wo bisher keine Behandlung möglich war, ist nunmehr eine solche gegeben. Statt Palliativmedizin sind echte Heilungen möglich. Ein Bandscheibenpatient oder ein Asthmapatient kann mit den Möglichkeiten der bestehenden Schulmedizin nicht geheilt werden. Mit der neuen Behandlungsweise ist eine Heilung möglich.

 

• Die Kosten nach der neuen Behandlungsweise sind pro Behandlungseinheit wegen des hohen Personalaufwandes hoch. Apparatemedizin ist hier nicht möglich. Die Gesamtkosten sind im Vergleich zur bestehenden Medizin jedoch um Potenzen niedriger.

 

• Da die Kassenleistungen derzeit budgetiert sind, wird das Gesamtbudget mit den neuen Behandlungsweisen beträchtlich entlastet. Von einer zusätzlichen Belastung des Budgets kann nicht die Rede sein, da entsprechende schulmedizinischen Leistungen für die Kassen entfallen (Operationen etc).

 

• Auch die Kassen unterliegen der Verpflichtung zu Kostendämpfung. Um dieser Verpflichtung nachzukommen, ist der MDK eingeführt worden, der neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden entsprechend prüfen soll. Bis heute hat eine solche Prüfung bei mir nicht stattgefunden.

 

Diese Taktik des eigenen aktiven Nichtwissens wird so als Argumet für die Nichtanerkennungsfähigkeit neuer Behandlungsmethoden benutzt. Die Verpflichtung zur Prüfung neuer Behandlungsmethoden im Sinne der Kostendämpfung wird unterlaufen. Die eigene Unkenntnis wird zum Argument für die Verweigerung von Leistungen.

 

• Als Gutachter zur Bewertung der Medizin nach biokinematischen Kriterien werden speziell von privaten jedoch auch von gesetzlichen Versicherungen Fachärzte der Orthopädie herangezogen. Dies geschieht wohl in der Annahme, daß diese über spezielle Kompetenz verfügten. Diese Kompetenz ist jedoch nicht gegeben, denn würde die Orthopädie über die nötige Kompetenz verfügen, dann wäre meine spezielle Tätigkeit überhaupt nicht notwendig.

 

Die Notwendigkeit meiner Tätigkeit ist ja gerade aus der Unfähigkeit der Orthopädie erwachsen, die Funktionen des Körpers zu beschreiben und zu therapieren. Beispielgebend sei darauf hingewiesen, daß die Orthopädie regelmäßig von der statischen Belastung irgendwelcher Körperteile spricht. Eine solche gibt es jedoch nicht, da der Körper bewegt, solange er am Leben ist. Statik gibt es nur bei toter Materie. Ein Grabstein muß stehen bleiben, ein Mensch muß bewegen. Bewegungen werden mit den Mitteln der Kinematik beschrieben. Die Gesetze der Kinematik sind in der Orthopädie jedoch nirgends erwähnt.

 

• Neue Theorien führen zu neuen Untersuchungstechniken, zu neuen Therapieleistungen und zu neuen Diagnosebezeichnungen. Diese sind in den bestehenden Leistungskatalogen der div. Gebührenordnungen und sonstigen Leistungsverzeichnissen naturgemäß nicht aufzufinden. Angewandt und in Rechnung gestellt werden müssen sie trotzdem, auch wenn dies manchen Versicherungen so nicht paßt..

 

Die Verfügbarkeit der mathematischen, bewegungsgeometrischen Gesetze des menschlichen Körpers ermöglicht eine neue zutreffendere Beurteilung von Beschwerden und Veränderungen des Körpers. Auch wenn es schwerfällt, dies wahrzunehmen, viele Dinge in der Medizin sind einfach falsch und müssen korrigiert werden. Diese Korrektur zeitlich hinauszuschieben geht auf Kosten der Patienten und der Allgemeinheit. Dinge, die als richtig erkannt und bekannt sind, lassen sich nicht ewig zurückhalten.

 

Die reale Entscheidungsmacht über solche Dinge haben derzeit die Versicherungen, weil hier die finanziellen Kompetenzen angesiedelt sind. Die Usurpierung rein ärztlicher Befugnisse durch Versicherungen, wie dies täglich stattfindet, ist die gewaltsame Pervertierung der ärztlichen Berufsordung. Die ärztliche Ethik ist heute der Versicherungsethik unterstellt.

 

Mit dieser unerquicklichen Realität müssen gleichwohl Patienten wie Ärzte leben. So bleibt als letztes Mittel, an Ihr persönliche Verantwortungsgefühl als jeweils zuständiger Entscheidungsträger zu appelieren, die Ihnen zugeordneten Befugnisse im Sinne der Patienten und nicht im Sinne der Aktionäre oder sonstiger Versicherungsgewinnler einzusetzen.

 

 

Walter Packi

März 2000

 

 

 

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